Aufgerüttelt

Seit Tagen schon schwirrt in meinem Kopf der Gedanke „du musst einen neuen Beitrag verfassen“, doch bis jetzt ist kein einziger Buchstabe niedergeschrieben. Themen habe ich bereits, das sehe ich an meinen angefangenen Beiträgen, merke angefangen!!, doch keiner inspiriert mich dazu ihn fertigzustellen. So etwas nennt man glaube ich Schreibblockade oder so, aber trotz allem ich muss kreativ werden. Drei Tassen Kaffee später habe ich noch nicht mal eine Überschrift, aber wahrscheinlich hohen Blutdruck!

Meine Freundin meinte letztens, ich solle wieder vermehrt humorvolle Geschichten zu Papier bzw. ins Internet bringen, darüber denke ich ebenfalls nach, gute Idee aber es mangelt an Inspiration. Wenn ich schon vor dem PC sitze kann ich doch gleich ein bisschen im Internet surfen, nur zwecks Idee für einen neuen Beitrag.

Zwei Stunden später besitze ich vier Rezepte für Apfelkuchen, etliche Zitate und null Inspiration bezüglich kreatives Schreiben. Vielleicht sollte ich etwas frische Luft schnappen, spazieren gehen, aber nach einem Blick aus dem Fenster verwerfe ich diesen Geistesblitz. Der nahe Berg ist mit Schnee bedeckt und es regnet, keinen Schritt gehe ich vor die Tür, lieber noch einen Kaffee oder zwei………

Das sind die Sätze eines angefangenen Beitrags bis, ja bis die Welt aufgerüttelt wurde durch einen Feind, der mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Er hat nicht unterschieden ob arm, ob reich oder Hautfarbe. Mit voller Wucht traf er uns, die ach so gebildeten, egoistischen und ignoranten Menschen und unbarmherzig schlug er zu, mit Tod, Verzweiflung und der Erkenntnis dass wir doch nicht so allmächtig sind!

Ganz egal wie wir für uns persönlich diese schwere Zeit der Pandemie wahrnehmen, ob als eine der vielleicht letzten Chancen des Universums oder als plötzliche und tiefgreifende Erkenntnis der menschlichen Ohnmacht und des Versagens, egal wie, wir haben jetzt alle auf dieser Welt eine Chance. Eine Chance der Empathie, des Zusammenhaltes, der Hilfsbereitschaft, des Friedens und der Offenbarung wie klein, nutzlos und unwichtig wir im Endeffekt sind.

Vor meinen Fenstern haben die kahlen Äste der Bäume wieder Triebe und Blätter bekommen, Blumen blühen auf der Wiese und die Vögel singen, wie immer wenn es Frühling ist und die Natur brauchte uns nicht dazu, hat uns noch nie gebraucht und wird uns auch nicht in Zukunft brauchen!

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