Reinkarnation

Manchmal glaube ich schon mindestens einmal gelebt zu haben, was für mich aber einerseits schwer vorstellbar oder mit normalem Denken zu erklären ist. Reinkarnation nennt man dies, der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Wiederfleischwerden“. Ähnliche Konzepte sind die Seelenwanderung, Metempsychose, Transmigration und Wiedergeburt. Im Hinduismus und Buddhismus ist die Reinkarnation als dogmatisches Konzept fest verwurzelt.

Man geht davon aus, das der Mensch (die Seele) nach dem Tod in einen anderen Menschen wiedergeboren wird. Wissenschaftler schließen das nicht kategorisch aus, da es verschiedene Studien mit Kindern gibt, die von ihrem früheren Leben erzählten. Der amerikanische Psychiater Dr. Ian Stevenson sprach nie von Beweisen seiner Forschungsarbeit, sondern nur von Indizien, die umfassende Studie wird mittlerweile von Jim. B. Tucker weitergeführt. Das so als Hintergrundwissen zur Reinkarnation, aber wie komme ich für mich persönlich auf die Idee, ich hätte schon (mindestens einmal) gelebt.

Ein bisschen näher habe ich mich mit dem Thema befasst, als ich mir vor kurzer Zeit eine Fotostrecke des Fotografen Michael Schwan ansah. „Lost Places“ nennt sich diese und man kann seine Bilder auf michaelschwan@de ansehen. Ihn als Fotograf faszinieren von den Menschen verlassene Orte, denen die Zeichen der Zeit etwas mystisches gaben. Ich bin keine Fotografin, aber solche Fotos haben eine unglaubliche Wirkung auf mich, ein bisschen magisch oder so. Auch gibt es verschiedene Zeitabschnitte, die mich auf unnormale Weise interessieren.

Mein Leben lang hatte ich schon immer Angst (ich würde fast Todesangst sagen) wenn ich beim Schwimmen den Kopf unter Wasser brachte, so als müsste ich ertrinken. Später als Jugendliche wurde ich auf den Untergang der Titanic aufmerksam, nein ich bin kein Fan von L. d. Caprio und der schmachtete auch erst Jahrzehnte später von der Leinwand. Ich versuchte damals soviel wie möglich über die Geschichte der Menschen (nicht des Schiffes!) zu erfahren, so als ob ich davon besessen war irgendjemand wiederzufinden. Ich erfuhr anhand von Berichten, Aufzeichnungen und Fotos Namen und Gesichter vieler Passagiere, wusste wie das Schiff ausgestattet war und versuchte so viele Details wie möglich über die Menschen an Bord zu erfahren. Bilder von dem gesunkenen Schiff, auf den man Gegenstände des Alltags auf dem Meeresboden und in den überfluteten Kabinen sah, erzeugten bei mir ein vertrautes aber auch beängstigendes Gefühl. Jahrelang forschte ich immer weiter und auch heute noch lässt mich der Gedanke nicht ruhen, aber nicht mehr mit der Intensität wie früher. Es ist als hätte ich endlich die Person gefunden nach der ich suchte und mein Innerstes nun Frieden geben könnte.

Ein weiteres Beispiel ist die Kreisstadt in der ich im Moment arbeite, ein Kurort mit 150jähriger Tradition. Fast die Hälfte der Häuser sind Jugendstil-Villen, Bauernhäuser und vereinzelte Kur- und Badeanstalten aus dieser Epoche. Eine der Hoch-Zeiten des Ortes war definitiv um 1890-1914 als der Ort ein mondänes Image mit zahlungskräftigen, internationalen Gästen hatte. Die meisten der damals erbauten Villen stehen wie erwähnt heute noch und werden weiterhin als Pensionen oder Hotels genutzt. In vielen dieser historischen Gebäude sind Fotografien ausgestellt, auf denen die Gäste dieser Zeit abgelichtet sind. Es ist meistens eine bunte Mischung aus Adel, reichen Bauern und manchmal auch ein paar Dienstboten, die für die Ewigkeit abgelichtet sind.

Damit bin ich wieder an einem Punkt, wo mein ganzes Interesse der Vergangenheit gilt. Ich kann eine gefühlte Ewigkeit diese Fotos und Gebäude betrachten und sie sozusagen in mich aufnehmen. Mit meinem inneren dritten Auge, auch Stirnchakra genannt, habe ich Visionen von eleganten Damen, die an den weißgestrichenen, eisernen Brüstungen der Balkone stehen. Ich sehe ihre weißen langen Kleider und die opulenten Hüte mit den breiten Hutkrempen.

Das es kein normales Verhalten ist, dessen bin ich mir schon bewusst, vor allem da es sich nur um bestimmte Epochen handelt auf die ich so reagiere. Der intensive Drang mehr über bestimmte Menschengruppen aus der Vergangenheit zu erfahren, anders kann ich es nicht formulieren, ist sicher nicht alltäglich. Pompeji interessiert mich übrigens nicht in diesem „Ausmaß“, es ist geheimnisvoll, interessant und unglaublich, aber hat anscheinend in einem meiner früheren Leben keine Rolle gespielt, um es mal so auszudrücken.

In verschiedenen Abhandlungen bin ich auf Aussagen und Fakten gestoßen die Hinweise auf Anzeichen geben, ob man schon einmal in früherer Zeit gelebt hat. Von diesen Zeichen berichte ich das nächste Mal !

Fortsetzung folgt..……

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